vor 7 Monaten

Jeden Abend lesen mein Mann und ich unserem kleinen Jungen vor dem Schlafengehen vor. An vielen Abenden lesen wir Kinderbücher, bei denen ich ein leichtes Unbehagen verspüre. Die Hauptaussage des Bilderbuchs ist für mich klar, die Geschichte selbst schafft eine schöne Atmosphäre, und nichts Offensichtliches fällt mir als unpassend oder nicht richtig auf. Dann las ich irgendwann über das Spiegel- und Fensterkonzept, das mir die Augen öffnete und mir verständlich machte, warum mein Unterbewusstsein mir eine dringende Botschaft schickte.


Ein Kind schaut in ein Kinderbuch, wie in einen Spiegel, um zu prüfen: "Bin ich das, was ich da sehe? Kann ich mich selbst und meine Art zu leben als richtig und in Ordnung ansehen? "Zusätzlich schaut ein Kind durch das Kinderbuch wie aus einem Fenster in die heutige Welt und die heutige Gesellschaft: "Aha. Ich verstehe! Das ist die Welt, in der wir leben.“


Ein "Heureka!" Moment - das Spiegel- und Fensterkonzept für unseren Sohn

Und dann habe ich den Kern der Sache gefunden. Kann mein Kleiner sich selbst und seine Art zu leben in den Kinderbüchern finden, die er mit uns liest? Bis zu einem gewissen Grad kann er das, da er ein weißer Junge mit zwei Elternteilen, einem Mann und einer Frau, ist. Aber er fragte beispielsweise, warum ich, seine Mama, zur Arbeit gehen muss? Mir wurde klar, daß in vielen seiner Bilderbücher die Mutter der Kinder immer zu Hause ist, während der Vater zur Arbeit gehr um sich um das finanzielle Einkommen der Familie zu kümmern. Vielmals ist der Vater auch auf keiner der Buchseiten zu finden.


Und das Fenster, also der Blick in die heutige Welt, bereitet mir als seinem erwachsenen Vorleser noch mehr Unbehagen. Viel zu oft habe ich das Gefühl, daß die Darstellung und die Veranschaulichung der heutigen Welt und Gesellschaft sehr traditionell, stereotyp und sehr homogen ist.

Aber die Botschaft, die ich meinem Kleinen vermitteln möchte, handelt von Aufgeschlossenheit, Vielfalt, Offenheit und der Bestätigung, daß er ok ist.


Mit dem Bild des Spiegels und des Fensters wurde ich schnell besser darin zu erkennen, woher mein Unbehagen bei dem ein oder anderen Buch kam. In jedem einzelnen Buch kann ich jetzt gut zwischen Spiegel und Fenster unterscheiden. Ich kann mit meinem Sohn besprechen, was er im Spiegel sehen könnte. Und ich kann über den Blick aus dem Fenster sprechen, der in dem jeweiligen Kinderbuch dargestellt wird, das wir gerade gemeinsam lesen.

 


Wie auch immer - ich sehe Raum für Verbesserungen. Wie können wir dafür sorgen, daß der Spiegel eines Kinderbuchs möglichst vielen Kindern die "Ich bin ok"-Bestätigung ermöglicht? Und wie können wir eine Welt und eine Gesellschaft in Kinderbuchfenstern darstellen, die die Grundlage für ein gesundes, realistisches und offenes Kinderauge legt?


Unser Beitrag zum Spiegel- und Fensterkonzept, wenn es um Bücher für Kleinkinder geht

Hier begannen wir also mit der Arbeit an der ersten Idee für ein illustriertes Kinderbuch. Ein personalisiertes Kinderbuch und eine durchdachte Handlung, die jedem Kind bestätigen soll "Du und Deine Lebensweise ist in Ordnung". Natürlich vielfältig und bunt, gespickt mit allen möglichen Geschmäckern, Ideen, Strukturen, Fähigkeiten und Nationalitäten, denn so sieht unsere schöne Welt heute aus. Und auch morgen.


Das Spiegel- und Fensterkonzept in Kinderbüchern kann helfen, Ähnlichkeiten und Unterschiede zu erkennen. Die personalisierten Kinderbücher von CUKIBO sollen den Kindern eine positive Botschaft vermitteln, wenn sie in den Spiegel schauen, und einen offenherzigen Blick, wenn sie aus dem Fenster in eine vielfältige Welt schauen.